Manchmal muss man gar nicht in die Ferne schweifen, um ein interessantes Fotomotiv zu finden. 

Mein aktuelles Foto des Monats zeigt entsprechend ein Motiv meines Heimatorts Nußloch, das durch die Wahl der Perspektive und auch durch die Farben zumindest in meinen Augen besonders wird.

We should have left our hearts in the forest
where they first met.

Pascal Pinon / JFDR

Foto des Monats

Das aktuelle Foto des Monats September 2019 habe ich „Heart Island“ getauft.

Östlich von Nußloch befindet sich ein Steinbruch, der dem Unternehmen „HeidelbergCement“ seit mehreren Jahren als Rohstofflager dient. In den nächsten Jahren wird der Steinbruch allerdings ausgebeutet sein, anschließend gibt es Renaturierungspläne.

Der Steinbruch ist eingezäunt und von den Wanderwegen Richtung Wiesloch und Baiertal immer wieder mal einsehbar. An mehreren Stellen haben sich durch den Abbau des Gesteins Seen ausgebildet, die türkis-bläulich schimmern und schon beim Betrachten auf z.B.  Google Earth sehr geheimnisvoll wirken.

Mit einer Drohne habe ich den Abschnitt auf der Suche nach einer schönen Perspektive weiter erforscht. Dabei ist mir dann die Form der kleinen Insel ins Auge gefallen, die entfernt an ein Herz erinnert.

Aus mehreren Einzelaufnahmen habe ich im Anschluss ein vertikales Panorama erstellt, auf dem auch noch einige der Bäume des angrenzenden Seeufers zu erkennen sind. Der Song, den ich zum Foto ausgewählt habe,  stammt von meiner isländischen Lieblingssängerin Jófríður Ákadóttir. Der Text schien mir einfach sehr passend, und ich liebe dieses Lied!

Drohnen-Ambivalenz

Ich muss zugeben, dass ich noch vor einigen Jahren sehr skeptisch auf die weitere Verbreitung von Drohnen geschaut habe. Insbesondere bei meinen Landschaftsfotografie-Workshops in ruhigen, abgelegenen und naturbelassenen Gebieten empfand ich den Einsatz von Drohnen als lästig und störend.

Die meisten Drohnen verursachen leider während des Flugs störende Geräusche, so dass man die Natur nicht mehr ungestört erleben und erfahren kann. Je nach Windrichtung ist das hochfrequente Surren der Rotoren sehr lästig. Zwischendurch hatte ich sogar erwogen, meine eigenen Workshops als „drone free“ auszuschreiben.

Inzwischen sehe ich das ein bisschen entspannter und bin von den neuen Möglichkeiten, die sich erschließen, sehr begeistert. Mit Bedacht und Rücksichtnahme eingesetzt lassen sich spannende Fotos oder auch Videos aufnehmen, ohne dass andere Besucher gestört werden.

Hast du selbst auch schon Erfahrung mit Drohnen bzw. deren Besitzern gemacht? Ich bin gespannt auf deine Meinung zum Thema!

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