Ausflug in die Südpfalz

Am Abend des 16. Juli 2023, kurz bevor die anhaltenden Regenfälle in unserer Region einsetzten, machte ich mich gemeinsam mit einem befreundeten Fotografen noch einmal auf den Weg in die Südpfalz, um bei sternenklarem Himmel die Milchstraße zu fotografieren.

Elwetritschefelsen

Schon rechtzeitig zum Sonnenuntergang waren wir vor Ort am Elwetritschefelsen in der Nähe von Dahn.

Bei der Auswahl des nicht ganz so bekannten Aussichtspunkts hofften wir einerseits auf wenige andere Fotografen, andererseits war der kurze Fußweg hinauf zum Felsen attraktiv. Nur 15 Minuten dauert der leichte Aufstieg vom Parkplatz zum Felsen.

Andererseits versprach der fast wolkenlose Himmel eine sternenklare Nacht, was für unser Vorhaben noch wichtiger war. Die Wettervorhersage prognostizierte zunehmende Bewölkung erst für den späten Abend, so dass wir mit etwas Glück auch Teile des galaktischen Zentrums der Milchstraße zu sehen bekommen würden.

Fluchtkiefer am Elwetritschefelsen
Sonnenuntergang am Elwetritschefelsen

Milchstraßenfotografie 

Wie in großen Teile des Pfälzerwaldes rund ums Dahner Felsenland ist die Lichtverschmutzung am Elwetritschefelsen noch einigermaßen erträglich (Bortle-Skala 4), wenn auch  nicht ideal. Insbesondere am Horizont, wo um diese Jahreszeit das galaktische Zentrum der Milchstraße zu erwarten ist, erstrahlen die Lichter der umgebenden Ortschaften. 

Mit einsetzender Dämmerung begannen wir zu fotografieren. Für den Abend hatte ich mir in erster Linie eine Zeitrafferaufnahme der aufsteigenden Milchstraße vorgenommen. Mit einsetzender Dunkelheit wurde dabei sehr deutlich, wieviel Betrieb inzwischen am nächtlichen Sternenhimmel herrscht: Etliche Flugzeuge und unzählige Satelliten hinterließen ihre Lichtspuren, was in der Zeitrafferaufnahme besonders deutlich wird.

Einmal gestartet fotografierte meine Kamera ohne mein Zutun, so dass ich mich auf den Rücken legen und in den nächtlichen Himmel schauen konnte – ein wunderbares Erlebnis!

Milchstraße am Elwetritschefelsen

Gegen 00:30 Uhr morgens packten wir dann unsere Ausrüstung zusammen und machten uns auf den Heimweg. Wie angekündigt zog der Himmel allmählich zu, und wir hatten auch noch eine knapp 90-minütige Heimfahrt zu bewältigen.

Wie erhofft hatten wir den Felsen den ganzen Abend – abgesehen von allerlei Fledermäusen und anderen nachtaktiven Tieren – ganz für uns allein. Der Ausflug hat uns mal wieder gezeigt, wie ein paar Stunden unter dem nächtlichen Sternenhimmel dabei helfen können, den Kopf frei zu bekommen und Energie zu tanken. 

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