Filter Essentials – Einstieg in die Filterfotografie
Update 2025. Filter sind moderner, robuster und vor allem schneller geworden. Für Landschaft und Natur bleibt mein Ansatz: Das Ergebnis möglichst schon vor Ort formen – mit einem Setup, das leicht, flexibel und farbneutral ist.
In meinem ausführlichen Artikel Fotografieren mit Graufilter erkläre ich die Funktionsweisen verschiedener Filter. Stattdessen geht es hier um einen kompakten Überblick und die Empfehlung des aus meiner Sicht derzeit besten Systems.
Dabei spielt natürlich auch das Preis-Leistungs-Verhältnis eine Rolle.
Filter Essentials – worauf es ankommt
- Flexibilität & Tempo: Ein System, das verschiedene Filtergewindegrößen ohne zusätzliche Adapterringe abdeckt.
- Qualität & Neutralität: Vergütetes Glas, stabile Mechanik, neutrale Farbwiedergabe.
- Must-haves: CPL (Polfilter) gegen Spiegelungen/Glanz + ND (Neutral Density bzw. Neutraldichte) für Langzeitbelichtungen.
- Kein Muss mehr: GNDs (Verlaufsfilter, Graduated Neutral Density) – moderne Sensoren bieten hohen Dynamikumfang; mit Belichtungsreihen (Bracketing) lässt sich bei Bedarf Kontrast außerdem sauber handhaben.
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Meine Empfehlung: H&Y RevoRing System
Der RevoRing ist der Gamechanger: Ein Ring, mehrere Gewindebereiche. Du wechselst blitzschnell zwischen Objektiven – ohne Step-Up/Step-Down-Ringe. In der Praxis bedeutet das: weniger Teile, weniger Chaos, mehr Zeit für Fotos.
Wie funktioniert der RevoRing technisch?
Der RevoRing nutzt einen variablen, selbst-zurückziehenden Lamellenmechanismus (diaphragma-ähnliche, überlappende „Blades“), der sich durch eine kurze Drehbewegung stufenlos an unterschiedliche Filtergewinde anlegt und sicher verklemmt. So deckt ein Ring z. B. den Bereich 67–82 mm ab – ohne Step-Up/Step-Down-Ringe, mit lichtdichten Überlappungen gegen Lichteinfälle. Der Mark II verfügt über ein integriertes VND + CPL-Modul, d.h. der Grad der Abdunklung und der Entspiegelung lässt sich stufenlos und variabel einstellen. Der RevoRing ist außerdem magnetisch, sodass du wie gewohnt weitere Filter aufsetzen kannst.
Die Mark-II-Filter bestehen aus Schott B270®-Glas und tragen mehrlagige Anti-Reflex- und Nano-Beschichtungen (kratzfest, wasser-/ölabweisend, leicht zu reinigen) für hohe Transmission und Farbneutralität; der CPL nutzt Qualitäts-Polarfolien. Für mehr Dichte oder kreative Effekte dockst du magnetische Clip-on-Filter (z. B. ND4/8/16/400) direkt an das RevoRing-VND/CPL-Modul an – schnell, sicher, stapelbar und speziell bei Weit-/Ultraweitwinkel praktisch, weil du den VND weniger weit drehen musst (weniger Risiko für Cross-/X-Muster), aber trotzdem auf lange Zeiten kommst.
Den RevoRing gibt es aber auch in anderen Varianten ohne variablen ND-Filter. Ganz ohne Einsatz kann er z.B. genutzt werden, um ausschließlich magnetische Clip-on-Filter zu nutzen. In der Variante mit Polfilter lassen sich Reflexionen reduzieren oder verstärken. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig!
RevoRing Mark II (VND + CPL)
Der Kombi-Allrounder: stufenloser ND (VND) + CPL in einem Modul. Spart Platz, beschleunigt den Workflow und deckt einen Großteil der Situationen ab.
Magnetische ND-Filter (ND4/8/16/400)
Clip-on, sicherer Halt, sekundenschnell montiert. Ideal, wenn du den VND nicht bis ans Limit drehen willst oder sehr lange Belichtungen brauchst.
RevoRing (ohne Filter) – variabler Step-Adapter
Nutze vorhandene Magnetfilter weiter – ein variabler Adapterring, der mehrere Gewindegrößen sauber abdeckt. Bonus: Wenn du keinen Polfilter einsetzen willst (z. B. im Ultraweitwinkel), kannst du dank RevoRing besonders schnell die magnetischen ND-Filter anclipsen.
Warum ich heute auf Verlaufsfilter verzichte
Moderne Sensoren liefern je nach Kamera rund 12–14+ Blendenstufen (EV) Dynamikumfang, weshalb man bereits mit einem einzigen Foto große Helligkeitsunterschiede darstellen kann. In der Landschaftspraxis lässt sich hoher Kontrast außerdem via Belichtungsreihen (z. B. ±2 EV) sauber abbilden und später natürlich zusammenführen – ohne harte Übergänge am unruhigen Horizont (Berge, Bäume, Architektur). Für sehr klare, gerade Horizonte mag ein GND weiterhin praktisch sein, ist aber aus meiner Sicht nicht mehr unbedingt Standard.
Mein persönliches Setup (kompakt & effektiv)
Inzwischen arbeite ich in der Landschaftsfotografie meistens mit diesem kleinen Setup, bei dem sich die einzelnen Filter und Adapter schnell wechseln bzw. kombinieren lassen. Neben den drei RevoRing-Adaptern in den bereits beschriebenen Ausführungen nutze ich auch die runden, magnetischen ND-Filter, welche sich wiederum kombinieren lassen. Damit bin ich für meine Art der Fotografie bestens aufgestellt.
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- Magnetische ND-Filter (ND8, ND16, ND400) – Produktlink*
- Optional: RevoRing (ohne Filter) – Produktlink*
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Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2025







Wunderbares Bild. Im ersten Moment dachte ich: Hej, das ist doch mein Bild! Aber nein, ich war nur an der (fast) gleichen Stelle auch mal fotografieren, ist ne tolle Location dort. Und meins ist nicht so lange belichtet, also auch nicht so schön smooth 😉
Hallo… Danke für das kleine review zum neuen filterhalter Set m10 von haida… Beim Einsatz von steck nd filtern sind nach Angaben von haida keine schaumstoff Aufkleber auf den filtern mehr nötig sind, weil der Filter Halter bereits mit rundem schaumstoff am Halter versehen ist. Was ist jedoch wenn ich mehrere nd Rechteck filter übereinander verwendete. Entsteht zwischen den filtereinschüben nicht ein minimaler Abstand, der Licht zwischen die montierten filter lässt und somit das einfallende Licht bei einer Langzeitbelichtung unberechenbar macht? Ich könnte natürlich einen steck nd filter und einen neu entwickelten einschieb nd filter gleichzeitig verwenden doch wenn ich gleichzeitig auch deb neuen polfilter verwenden möchte dann ist dies nicht möglich. Ebenfalls kann ich mir zusätzlich zu meinen filtern 8x 64x 1000x noch einen Filter für ultra Langzeitbelichtung z. B. 32000 oder 64000 wenn es das überhaupt gibt zulegen… Aber warum besitzt der filterhalter überhaupt die Möglichkeit für 3 Einschübe wenn zwar Zwischen dem Halter und dem ersten Einschub aufgrund des dort angebrachten Runden schaumstoffs kein Licht eindringt ner zwischen Einschub 1 und 2 und 2 und 3 keine Abdichtung vorhanden ist…. Ich freue mich auf eine Antwort… Übrigens das Buch zum Fotografieren auf den lofoten ist echt klasse und hat uns im März echt sehr geholfen… Gruß Sebastian
Hallo Sebastian!
freut mich sehr, dass dir mein Lofoten-Fotoscout hilfreich war – es ist immer schön, eine Rückmeldung zu erhalten! Wegen des M10-Filterhalters: nach meiner Erfahrung ist der Lichteinfall direkt am Objektiv am kritischsten, und dort würdest du auch das dunkelste ND-Filter einsetzen. Für diesen Einschub wird kein Schaumstoff benötigt, da die Abdichtung bereits – wie du schreibst – in die Halterung integriert ist. Die weiteren Einschübe – ich persönlich arbeite mit max. 2 Einschüben – werden dann üblicherweise eher für Verlaufsfilter genutzt. Aber auch ein weiteres, schwächeres ND-Filter funktioniert an dieser Stelle absolut problemlos, und ich hatte noch nie Probleme mit einfallendem Streulicht – ich habe jetzt aber auch noch nie z.B. zwei ND3.0-Filter miteinander kombiniert. Für den Drop-In-Schacht gibt es übrigens auch sehr gute Spezialfilter, z.B. ND0.9 kombiniert mit zirkularem Pol oder auch ein richtig dunkles ND4.5. Ich hoffe, dass dir diese Informationen ein bisschen weiterhelfen!
Beste Grüße,
Jens