Während des diesjährigen Lofoten-Workshops im Januar hatte ich wieder meine Mittelformatkamera dabei.

Nach einigen technischen Problemen beim Speichern der Aufnahmen hatte ich meine Hasselblad 907X 50 C im letzten Herbst zweimal in den Service nach Schweden geschickt, und der zweite Reparaturversuch war dann glücklicherweise erfolgreich. Seitdem macht das Fotografieren mit der Kamera deutlich mehr Spaß, da nicht immer wieder Aufnahmen zwischendurch verloren gehen.

Die Bedienung der Kamera ist unglaublich intuitiv und mindestens auf dem Niveau der digitalen Leica-Kameras. Einzig der fehlende Sucher ist in mancher Situation von Nachteil. Dafür ist aber das um 90° nach oben klappbare Display eine schöne Reminiszenz an die alten analogen Mittelformat-Kameras von Hasselblad, bei denen man von oben durch den Lichtschacht aufs Motiv blickte. 

Lofoten

Zoom-Objektiv für die Landschaftsfotografie

Kurz vor Weihnachten konnte ich dann auch noch ein neues Objektiv für die Kamera erwerben, welches aus meiner Sicht perfekt für die Landschaftsfotografie (wie ich sie betreibe) geeignet ist:  das XCD 3,5-4,5/35-75 mm ZOOM-Objektiv hat mich während meiner Versuche auf den Lofoten durchaus überzeugen können und begeistert mich mit einer sensationellen Abbildungsleistung.

Auf Kleinbild umgerechnet entspricht der Zoom-Bereich in etwa 28-60 mm und ist damit in beiden Richtungen etwas knapper als ein 24-70 mm-Objektiv, wie es weit verbreitet für Kleinbildkameras zu finden ist. Der Brennweitenbereich hat mir aber trotzdem in fast allen Anwendungsfällen ausgereicht.

(Letztes Jahr hatte ich ja schon mit einer Festbrennweite von 45 mm experimentiert, was in etwas 35 mm am Kleinbild entspricht. Hier geht es zum damaligen Erfahrungsbericht mit Galerie.)

Auch die Lichtstärke ist durchaus ausreichend, um sogar die eine oder andere Nachtaufnahme (z.B. von Polarlicht) zu fotografieren. Bei meinen Aufnahmen tagsüber blende ich in der Regel ohnehin meistens stark ab (f/19 oder f/22 bei Nutzung des Mittelformats), da ich sehr gerne mit langen Belichtungszeiten arbeite. Hier kommen dann zusätzlich Graufilter zum Einsatz.

Nachteil dieses Blendenbereichs ist natürlich, dass Sensorflecken sehr störend auf den entstehenden Fotos sichtbar sind, weshalb ein sauberer Sensor von großem Vorteil ist. Bei diesem Kameramodell liegt ist der große Sensor beim Objektivwechsel mehr oder weniger ungeschützt, weshalb Staubpartikel immer wieder ihren Weg finden. (Wer genau schaut wird auch noch den einen oder anderen Sensorfleck entdecken können…)

Seitenverhältnis 4:3

Auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig ist auch das Seitenverhältnis von 4:3. Die meisten Kleinbildkameras bringen ein Seitenverhältnis des Seonsors von 3:2 mit. Die alten, analogen Hasselblad-Kameras aus der 500er-Reihe, mit denen das digitale Rückteil meiner Kamera übrigens kompatibel ist, lieferten in der Regel quadratische Aufnahmen, also im Seitenverhältnis 1:1.

Ganz bewusst möchte ich hier nur Fotos zeigen, wie sie aus der Kamera gekommen sind, was Format und Bildaufbau angeht. Auch bei der digitalen Nachbearbeitung (fast ausschließlich in Lightroom) habe ich mich zurückgehalten, da die Farbwiedergabe der Hasselblad-Kamera meiner Ansicht nach hervorragend ist und nur wenig Nacharbeit verlangt.

Lofoten – bekannte und weniger bekannte Motive

Auch habe ich mich bemüht, in dieser Zusammenstellung auch einige Fotos zu zeigen, die vielleicht nicht in jeder Lofoten-Galerie zu finden sind. Manche Motive liegen dabei direkt am Wegesrand, andere werden durch Wetter- und Lichtstimmungen einzigartig.

Viel Spaß beim Betrachten!

Lofoten
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